Komisch – 10 Fakten über Zecken, die niemand weiß

In der Natur begegnen uns die verrücktesten Lebewesen. Zecken gehören auf jeden Fall dazu: Hier seht Ihr 10 Fakten über Zecken, die niemand weiß.

 
 
 
 

1. Zecken riechen ohne Nase

Ob Schweiß beim Fußballspielen im Garten oder Euer Atem beim Sonnenbaden auf der Wiese – Zecken können die feinsten Duftmoleküle wahrnehmen. Und das ganz ohne Nase! Wie das geht? Zecken haben an den Vorderbeinen ein besonderes Organ, mit dem sie Buttersäure oder Ammoniak aus dem Schweiß und Kohlendioxid aus dem Atem erkennen. Das macht ihnen Appetit auf eine Blutmahlzeit und sie heften sich an ihre Opfer, bevor diese wieder verduften. Übrigens: Der Mann, der dieses Organ entdeckt hat, hieß Gottfried Haller. Deshalb heißt dieses Organ bei der Zecke „Haller‘sches Organ“.

 
 
 
 

2. Zecken orientieren sich ohne Augen

Nicht alle Zeckenarten haben Augen. Trotzdem finden sie sich prima zurecht. Denn wer braucht schon Augen, wenn er super riechen kann und zudem noch zahlreiche Tasthaare an den Beinen hat? Probiert selbst aus, wie Tasthaare funktionieren: Fahrt mit dem Finger ganz dicht über Eure Haut. Ihr spürt die Berührung, weil Ihr die feinen Härchen auf Eurer Haut bewegt. So geht das auch bei Zecken.

 
 
 
 

3. Zecken reisen ohne Anstrengung

Erstaunlich – obwohl Zecken so klein sind und nur wenige Meter laufen können, haben sie sich in der ganzen Welt verbreitet. Der Trick: Sie lassen sich einfach tragen und reisen als blinde Passagiere mit Vögeln, Hunden, Mäusen oder anderen Tieren. Die Braune Hundezecke kam so zum Beispiel von Afrika in den Mittelmeer-Raum. Ob sie da auch hin wollte? Das werden wir nie erfahren. Der Zecke war es wahrscheinlich egal, denn bei der Reise hatte sie eine leckere Blutmahlzeit.

 
 
 
 

4. Winterzecken können Elche töten

Das ist gruselig, aber wahr. Elche sind die größte heute vorkommende Art der Hirsche. Sie leben im Norden von Europa, Asien oder Amerika. Es sind riesige Tiere: 2,3 m hoch, 3 m lang und 800 kg schwer. Wie können also so winzige Tiere wie Winterzecken so große Tiere wie Elche töten? Indem sie in Massen vorkommen. Wenn bis zu 120.000 Zecken einen Elch befallen, scheuert sich der Elch sein dickes Winterfell an den Bäumen ab. Manche Elche haben dann kaum noch Haare. Durch die Kälte, den Blutverlust und das anstrengende Scheuern verlieren sie viel Energie und können deshalb in einem strengen Winter sterben.

 
 
 
 

5. Zecken produzieren Betäubungsmittel

Der Stich einer Wespe tut richtig weh. Auch der Stich einer Mücke ist spürbar. Aber ein Zeckenstich? Den spüren wir überhaupt nicht. Warum ist das so? Zecken geben beim Stechen mit ihrem Speichel ein Betäubungsmittel ab. So können sie sich in unserer Haut verankern und tagelang Blut saugen, ohne dass wir etwas merken. Ganz schön schlau, oder? 

 
 
 
 

6. Zecken produzieren Zeckenzement

Eine Zecke, die sich einmal in der Haut verankert hat, lässt sich so schnell nicht mehr abschütteln, abstreifen oder wegkratzen. Dafür sorgen zum einen Widerhaken an ihrem Stech-Apparat. Zum anderen produzieren die kleinen Tiere „Zecken-Zement“. Mit diesem Zement kleben sich Zecken an der Haut fest. Das hält tagelang felsenfest. Und zwar so fest, dass man beim Herausziehen der Zecke eher den Körper vom Kopf abreißt, als dass sich die Klebestelle löst. Deshalb sollst Du eine Zecke nicht einfach selbst herausziehen, sondern Dir von einem Erwachsenen oder Arzt helfen lassen. Wenn die Zecke vollgesogen ist, löst sie den Superkleber übrigens von allein wieder auf und lässt sich abfallen. Aber so lange solltest Du nicht warten, da Zecken schwere Krankheiten übertragen können.

 
 
 
 

7. Zecken verwandeln sich nach der ersten Blutmahlzeit

Wenn Zecken aus dem Ei schlüpfen, nennt man sie Larven. In diesem Stadium haben sie nur sechs Beine – obwohl Zecken zu den Spinnentieren gehören und jeder weiß, dass eine Spinne acht Beine hat. Das fehlende Beinpaar wächst der Zecke erst nach ihrer ersten Blutmahlzeit. Dann verwandelt sie sich in eine „jugendliche“ Zecke, die man „Nymphe“ nennt, und hat acht Beine.

 
 
 
 

8. Zecken produzieren Zecken-Kaviar

Ein Zeckenweibchen kann auf einmal zwischen 2.000 und 20.000 Eier legen. Eine Wachsschicht schützt die Eier und verbindet sie miteinander. Weil es so viele Eier auf einmal sind, werden sie auch "Zeckenkaviar" genannt. Essen kann man diesen Kaviar aber nicht.

 
 
 
 

9. Zecken mögen keine Giraffen

Zecken sind ja wirklich nicht so wählerisch – von der Maus bis zum Nashorn, vom Vogel bis zum Menschen: Alles dient als Nahrungsquelle. Hauptsache Blut. Ausgerechnet von Giraffen halten sich Zecken fern. Denn Giraffen geben einen Geruch ab, den Zecken überhaupt nicht leiden können. Deshalb bleiben Giraffen von Zecken verschont.

 
 
 
 

10. Zeckenweibchen gehören zu den verfressensten Tieren

Nach der Paarung entwickeln Zeckenweibchen einen unglaublichen Heißhunger auf Blut. Sie nehmen mit einer Blutmahlzeit das bis zu zweihundertfache ihres Körpergewichts auf. Zeckenweibchen benötigen so viel Nahrung, um möglichst viele Eizellen bilden zu können. Na dann, guten Appetit.

 
 
 
 

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