BORRELIOSE UND ANDERE KRANKHEITEN

Was ist Borreliose?
Borreliose ist eine Krankheit, die von schraubenförmigen Bakterien übertragen wird. Die Krankheit ist schon seit über 100 Jahren bekannt, aber erst 1982 hat der Forscher Willy Burgdorfer herausgefunden, dass sie von Bakterien ausgelöst wird und dass Zecken diese Bakterien im Darm haben.

Weil Willy Burgdorfer sie entdeckt hat, wurde diese  Bakterienart auch nach ihm benannt. Sie heißt offiziell "Borrelia Burgdorferi". Es gibt aber auch noch andere Typen von Borreliose-Bakterien.
So sieht ein Borreliose-Bakterium unter dem Mikrosop aus.

Wie kommt es zu einer Ansteckung?
Die Borrelien sitzen im Darm der Zecken. Deshalb brauchen sie eine ganze Weile, um von dort bis zum Stachel und dann in den Körper zu gelangen. Wenn du einen Zeckenstich also gleich bemerkst und die Zecke entfernst, kannst du das Risiko einer Ansteckung deutlich verringern. Das ist bei Borreliose anders als bei FSME! Vor der Ansteckung mit FSME schützt ein schnelles Entfernen der Zecke nicht.

In Deutschland haben weniger als ein Viertel aller Zecken das Borreliose-Bakterium in sich.

Was passiert bei einer Ansteckung?
Meistens wird zuerst die Haut an der Stelle rot, an der der Zeckenstich war. Die Röte breitet sich aus, deshalb wird sie auch "Wanderröte" genannt. Das ist aber nicht immer so.

Das Opfer kann Kopfweh, Fieber und Muskelschmerzen bekommen, wie bei einer Grippe. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird, können später Gelenke und das Nervensystem und manchmal auch das Herz krank werden. Wird die Krankheit sehr lange nicht behandelt, kann sie Entzündungen der Gelenke und sogar Lähmungen hervorrufen.

Wenn sie früh genug bemerkt wird, kann Borreliose mit Antibiotika gut behandelt werden. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht.

Welche anderen Krankheiten können Zecken übertragen?