Wie finden Zecken ihre Opfer?
Zecken klettern auf Gräser und Büsche. Eine erwachsene Zecke kann dabei bis zu 1,50 Meter hoch klettern. Entdeckt die Zecke ein mögliches Opfer, krabbelt sie auf die Spitze eines Grashalms. Dabei streckt sie ihre Vorderbeine in die Höhe, an denen sich auch die Nase der Zecke befindet.

Durch kreisende Bewegungen der Vorderbeine kann sie das Opfer erspüren. Streift das Opfer die Zecke, hält sie sich blitzschnell mit den starken Krallen an ihren Vorderbeinen fest. So bleibt sie an der Haut, im Fell oder an der Kleidung des Opfers hängen. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen. Das ist weniger Zeit, als du zum Luftholen brauchst.
Warten auf ein Opfer: Eine Zecke in Lauerstellung
Sitzt die Zecke auf der Haut, sucht sie sich eine Stelle, die für einen Stich besonders geeignet ist. Das sind alle Stellen, an denen die Haut besonders dünn, feucht und warm ist. Den Menschen stechen Zecken besonders gerne in die Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken, am Haaransatz oder zwischen den Beinen.

Beißen oder stechen Zecken?
Zecken stechen keine Adern an, wie das zum Beispiel Mücken machen. Sie graben mit ihrem Stachel voller Haken eine Grube in die Haut, die dann mit Blut volläuft. Das Blut wird von der Zecke aufgesaugt.

Dabei "spuckt" die Zecke die Flüssigkeit, die sie nicht verdauen kann, zurück in die Haut. Diese Flüssigkeit enthält besondere Stoffe, die die Einstichstelle nicht nur betäuben, sondern auch dafür sorgen, dass das Blut flüssig bleibt und die Stelle sich nicht entzündet. Bei diesem Vorgang können mit dem Speichel auch Krankheitserreger von der Zecke in den Menschen (oder einen anderen Wirt) gelangen.
So sieht es aus, wenn eine Zecke sticht.
Zecken ernähren sich nur von Blut, sie brauchen keine andere Nahrung. Mit einer Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Schildzecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu 10 Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. Die Zecke saugt das Blut in ihren Darm. Der ist so dehnbar, dass eine voll gesaugte Zecke bis zu 200 mal so viel wiegen kann, wie eine hungrige.

Um das Blut verdauen zu können, wendet die Zecke einen Trick an: Sie behält nur die nahrhaften und für sie wichtigen Bestandteile des Blutes (Nährstoffe), die überschüssige Flüssigkeit gibt sie wieder an den Wirt zurück.

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