Haben Zecken eine Nase?
Zecken können ihre Opfer riechen, obwohl sie keine richtigen Nasen haben. Aber sie haben an den Vorderbeinen ein besonderes Organ, mit dem sie bestimmte Stoffe "riechen" können. Die Zeckennase
nennen die Fachleute "Hallersches Organ", weil der Mann, der es entdeckt hat, mit Nachnamen Haller hieß.
Mit dem Hallerschen Organ riechen sie zum Beispiel Buttersäure oder Ammoniak, die im Schweiß enthalten sind und Kohlendioxid, das beim Ausatmen entsteht. So können sie ihre Opfer erkennen.
Aber nicht die Menge eines bestimmten Stoffes macht ein Tier oder den Menschen für eine Zecke interessant, sondern die Mischung aus diesen Stoffen. Nur wenn zum Beispiel
der Schweiß die richtige Mischung aufweist, bekommt eine Zecke Appetit auf einen Menschen. Deshalb werden manche Menschen öfter von Zecken gestochen, andere gar nicht.
Wie finden sich Zecken zurecht?
Nicht alle Zeckenarten haben Augen. Die meisten
Schildzecken haben welche, Lederzecken dagegen nicht. Aber auch Schildzecken sehen nur sehr schlecht. Sie orientieren sich hauptsächlich mit dem Hallerschen Organ und zahlreichen Tasthaaren, die an ihren Beinen wachsen. Mit ihnen können sie Hindernisse und Bewegungen in ihrer Umwelt wahrnehmen.
Wie Tasthaare funktionieren kannst du ganz einfach selber ausprobieren: Wenn
du mit dem Finger ganz dicht über die Haut fährst, ohne sie wirklich zu berühren, spürst
du die Berührung trotzdem, weil die feinen Härchen auf der Haut bewegt werden.
Auf der Aufnahme eines Elektronen-Mikroskops kannst
du die Tasthaare gut erkennen.